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Liquiditätsplanung ohne Finanzabteilung: ein Vorgehen für Inhaber

Ein Zwölf-Wochen-Blick auf Ein- und Auszahlungen reicht in vielen Kleinbetrieben aus, um Engpässe früh zu sehen. Was dazu gehört und was nicht.

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Hände einer Frau schreiben auf Dokumente und halten einen Taschenrechner, eine Kaffeetasse steht am Fenster.
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01 · Ausgangslage

Warum zwölf Wochen oft genügen

Viele kleine Firmen haben keine Finanzabteilung. Die Buchhaltung läuft über ein Treuhandbüro, die Rechnungen schreibt das Team nebenbei, und der Kontostand wird dann angeschaut, wenn eine grosse Zahlung ansteht. Das funktioniert, solange die Eingänge regelmässig kommen. Wird es unruhig, fehlt der Überblick darüber, was in den kommenden Wochen auf das Konto zukommt und was davon abgeht.

Eine einfache Liquiditätsplanung über zwölf Wochen schafft diesen Überblick. Sie ersetzt keine Finanzplanung und kein Budget. Sie beantwortet eine einzige Frage: Reicht das Geld auf dem Konto jeweils bis zum nächsten Zahlungseingang?

02 · Vorgehen

Fünf Schritte zur Zwölf-Wochen-Liste

  1. Schritt 1

    Wochenraster

    Eine Tabelle mit zwölf Spalten, eine je Kalenderwoche, und zwei Blöcken: Einnahmen und Ausgaben.

  2. Schritt 2

    Feste Ausgaben

    Löhne, Miete, Versicherungen, Leasing und Sozialabgaben in der Woche eintragen, in der sie fällig sind.

  3. Schritt 3

    Erwartete Eingänge

    Offene Rechnungen mit dem tatsächlichen Zahlungsverhalten der Kundschaft eintragen, nicht mit dem Fälligkeitsdatum.

  4. Schritt 4

    Schwankendes

    Material, Fremdleistungen und Steuern grob schätzen und mit einem Puffer versehen.

  5. Schritt 5

    Wöchentlich nachführen

    Jeden Montag den Kontostand eintragen und die Liste um eine Woche verschieben.

03 · Eckwerte

Eckwerte des Vorgehens

Diese Werte beschreiben das Vorgehen, nicht ein Ergebnis.

12 Wochen
Planungshorizont der Liste
1 Blatt
Umfang der Tabelle
15 Minuten
wöchentlicher Aufwand zum Nachführen
5 Arbeitstage
bis zur schriftlichen Zusammenfassung nach dem Standortgespräch
04 · Einsatzgebiet

Wo wir dabei unterstützen

Wir stellen die erste Liste gemeinsam mit Ihnen im Standortgespräch auf, in Zürich oder bei Ihnen im Betrieb im Kanton Zürich und den angrenzenden Regionen. Das ist keine Treuhandleistung; die Buchhaltung und die Jahresrechnung bleiben beim Treuhandbüro Ihrer Wahl.

05 · Fragen

Kurze Antworten

Brauche ich dafür eine Software?
Nein. Eine Tabelle genügt. Erst wenn die Liste zu unübersichtlich wird, lohnt sich ein Werkzeug.
Wie genau muss die Schätzung sein?
Grob. Entscheidend ist die Reihenfolge der Zahlungen, nicht der Franken.
Ersetzt das die Buchhaltung?
Nein. Die Liste ergänzt sie und blickt nach vorn statt zurück.
Wer sollte die Liste führen?
Die Person, die den Kontostand ohnehin kennt, in der Regel die Inhaberschaft oder die Büroleitung.
06 · Unterlagen

Was Sie bereithalten sollten

  • Kontoauszüge der letzten drei Monate
  • Liste der offenen Kundenrechnungen mit Datum
  • Liste der offenen Lieferantenrechnungen
  • Übersicht über feste Verpflichtungen wie Miete, Leasing und Versicherungen
  • Termine der nächsten Steuer- und Sozialversicherungszahlungen

Fehlt etwas davon, ist das kein Hindernis. Die Lücken gehören dann zu den offenen Fragen in der Zusammenfassung.

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